
Geschichtliches:
Bei Legionellen handelt es sich um Bakterien, die weltweit überall
im Süßwasser vorkommen. Bekannt wurden sie erst, als sie 1976
in den USA eine Epidemie auslösten. Nach einem Treffen der American
Legion, einem amerikanischen Veteranenverband in einem großen Hotel
in Philadelphia / Pensylvania, erkrankten innerhalb kurzer Zeit 221 der
4500 Teilnehmer an einer schweren Lungenentzündung. 34 Veteranen
starben an der Erkrankung. Ein halbes Jahr später wurde der Erreger
identifiziert, der bis dahin unbekannt war. Aufgrund der ausgelösten
Epidemie erhielt das Bakterium den Namen Legionella pneumophila. Der jüngste
Fall ereignete sich Anfang 1999 in Holland. Hier starben 23 Besucher einer
Blumenschau.
Vorkommen:
Legionellen halten sich bevorzugt im Wasser auf und sind weltweit in Seen,
Flüssen, Teichen, Pfützen, aber auch in Trinkwasser-Systemen
nachweisbar. Sie treten meist in Gesellschaft mit anderen Mikroben auf.
Im kalten Wasser können sie sich nicht erkennbar vermehren. Dafür wachsen sie besonders gut zwischen 25 - 55°C und sterben erst bei Temperaturen von über 60°C ab. Deshalb sind Niedertemperatur-Warmwasser-Systeme, Luftwäscher von Klima-Anlagen sowie Kühltürme von Legionellen besonders bevorzugte Orte. Sedimente aus mineralischen und organischen Substanzen (Kalk, Rost, Schlamm) sind ihre Nährstoff-Quellen.
Erkrankungsbild:
Die Legionärskrankheit zeichnet sich durch eine schwere Lungenentzündung
aus. Der Krankheitsausbruch erfolgt zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung.
Oft wird sie wegen grippeähnlicher Beschwerden nicht sofort erkannt.
Zu den Symptomen zählen Fieber (über 39°C), Abgeschlagenheit,
Schüttelfrost, Husten, Glieder- und Kopfschmerzen; manchmal treten
auch Orientierungs- und Kommunikationsstörungen, Herzmuskelerkrankungen,
Diarrhoe oder Nierenbeschwerden auf.
Die Infektion erfolgt nicht von Mensch zu Mensch, sondern durch das Einatmen legionellenhaltiger Aerosole. Besonders gefährdet sind Männer (zwei bis drei mal mehr als Frauen), Personen über 50 Jahre, Patienten mit schweren Grunderkrankungen (Herz- und Lungenerkrankungen, Zucker- und Krebskranke), Raucher und Alkoholiker.
Auftreten:
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